Die Gründung einer Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie ist eine Pionierleistung der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen und datiert bereits aus dem Jahre 1958.

Der Zusammenschluss der einzelnen chirurgischen Teilgebiete zu einer Klinik hat das pathophysiologische Verständnis der perioperativen Abläufe thoraxchirurgischer Operationen verstärkt und teilweise erst ermöglicht. Er hat auch den ersten Klinikdirektor, Prof. Koncz, zu einer Leitfigur der deutschen Chirurgie und zum Gründervater der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie werden lassen. Die THG-Chirurgie in Göttingen wurde damit zum Vorbild für andere universitäre Kliniksgründungen in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Heute arbeiten wir daran, die gestiegenen Anforderungen an die chirurgischen Teilgebiete Thoraxchirurgie, Herzchirurgie, Kinderherzchirurgie und Gefäßchirurgie zu erfüllen und stellen uns den Herausforderungen von Innovation in Forschung und Krankenversorgung unter den Bedingungen kostengedeckelter Budgetführung. Die Breite der chirurgischen Ausbildung unserer Mitarbeiter, eine konsequente interne und externe Qualitätssicherung aber auch die hohe Kompetenz in den chirurgischen Teilbereichen sichern unsere Krankenversorgung auf einem hohen Niveau.

Der Einsatz modernster Techniken ist für uns selbstverständlich, die Anwendung bewährter und vor allem sicherer Verfahren ist für uns verbindlich, allgemein anerkannte Leitlinien stellen das klare Fundament unseres Handelns dar. Die uns anvertrauten Patientinnen und Patienten können sich auf eine solide Behandlungsstrategie verlassen, wir wollen, dass unsere Patienten ohne Experimente wieder gesund werden.

Die Fortentwicklung unserer Fachgebiete leisten wir mit klaren, klinischen Studienkonzepten und tierexperimentellen Modellansätzen. Dabei orientieren wir uns an den Forschungsschwerpunkten unserer Fakultät, den Strategien der Schwerpunktzentren (Herzzentrum, Lungenkarzinomzentrum, Gefäßzentrum), in denen wir beteiligt sind, und wir pflegen nationale und internationale Kooperationen. Dass wir auch an dieser Stelle an die Grenzen der Finanzierung universitärer Medizin stoßen, ist für uns stete Herausforderung, der wir uns stellen. Die Vereinbarkeit von klinisch-chirurgischer Fachweiterbildung mit einer fundierten wissenschaftlichen Forschungstätigkeit bleibt für uns das Ziel und auch die Basis einer universitäteren chirurgischen Aus- und Weiterbildung.

Dass universitäre Medizin heute einen anderen Rahmen als noch vor Jahren erfordert, hat sich noch nicht allerorts durchsetzen können. Wir haben uns entschlossen mit flachen Hierarchien und klaren Konzepten, mit hoher Wertschätzung unseres ärztlichen und pflegerischen Personals und mit einer verlässlichen Organisationsstruktur unsere Aufgaben in Krankenversorgung, Forschung und Lehre zu "stemmen".

Die Lehre und der studentische Unterricht nehmen eine zentrale Rolle in unserer Klinik ein. Ausbildung am Krankenbett, Hospitationen bei Operationen, ein offenes Ohr für Fragen der Studierenden sind für uns genauso selbstverständlich wie die Bereitstellung von Plätzen für Famulaturen, Praktika oder Hospitationen. Das Interesse an den faszinierenden Therapiemöglichkeiten der Chirurgie zu wecken und den Nachwuchs zu motivieren ist unser Ziel. Viele unserer ärztlichen Mitarbeiter haben über diese Schiene den Weg in unsere Klinik gefunden

   

Postanschrift  

24h-Hotline: +49 160/90161106
Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
Direktor: Univ. Prof. Dr. med. Ingo Kutschka, MBA
Universitätsmedizin Göttingen
Robert-Koch-Straße 40

37075 Göttingen
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